Zahlt sich Werbung aus?

Werbemassnahmen sind teuer. Werbung kostet. Werbung verschlingt das Geld, das man als Solopreneur zum Überleben braucht.

Werbung ist überbewertet, sagen die einen. Gute Werbung ist existenziell, sagen die anderen. Wer hat nun recht?

Mehr als 10.000 Firmen, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland haben gemäss FN direkt oder indirekt das Pferd als Haupt-Geschäftsgegenstand. Und obwohl der Umsatz der deutschen Pferdewirtschaft bei geschätzten 6, 7 Milliarden Euro liegt (davon 39% im Bereich Pferdehaltung und 61% im Bereich Einzelhandel und Dienstleistungen), sind gerade Kursanbieter besonders gefordert. Den oft gibt der Konsument lieber Geld für Glitzerhelme und Schibbischabbi-Schabracken aus, als in die Weiterbildung zu investieren.

Für diese Pferde-Preneure habe ich die folgenden Tipps zusammengestellt, die Klarheit darüber geben sollen, welche Werbemassnahmen nützlich und wichtig sind.

Mit kleinem Werbebudget viel erreichen

Pferde-Kurse erfolgreich bewerben

Keiner hat Geld zu verschenken. Und Solopreneure, wie es die meisten Professionals auf 4my.horse sind, können sich das auch schlicht nicht leisten. Denn die Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Angebote oder dem Erteilen von Kursen werden ohnehin schon durch den verhältnismässig hohen Aufwand aufgefressen, welcher ein Pferdebusiness mit sich bringt.

Pferde-Preneure haben oft keine Angestellten – oder nur solche, die gegen Naturalien wie Unterricht oder Unterkunft arbeiten. Oder stehen da im Stall noch einige stille Mitarbeiter, die gerne ihr Heu in der Raufe hätten? Und auch der Betrieb der ganzen Infrastruktur ist meist grösser, als dies bei einem anderen Kleinunternehmer der Fall ist.

So leben Pferde-Preneure vielfach von der Hand in den Mund und überlegen sich bei jedem Euro oder Franken, ob sie diesen wirklich ausgeben sollen. Nur bei Ausgaben, die den geliebten Tieren zugute kommen, sind sie meist recht grosszügig. Diese sind ja oft auch ihr wertvollstes Gut, ihre treusten Follower – und zweifellos auch eines der besten Werbemittel, das sie haben.


Werbemittel, die Sinn machen


1. Reputation oder ‚Word of Mouth‘

Die eigene Arbeit und die eigenen Pferde sind das Werbemittel Nr. 1 der Pferde-Preneure. Viele neue Kunden kommen auf Dich zu, wenn Du in Höfen arbeitest und dabei positiv auffällst. Ideal ist es natürlich, wenn Deine bisherigen Kunden von Dir erzählen und Dich weiterempfehlen.

Du solltest jederzeit Visitenkarten und/oder Flyer bei Dir haben, um sie Deinen Kunden für Weiterempfehlungen zu verteilen.

Deine Fähigkeiten zeigen kannst Du natürlich auch an Messen, Turnieren oder ähnlichem. Dort können Dich die Leute kennen lernen und vielleicht während Deiner Tätigkeit beobachten. Hier passiert oft das ‚Magische‘: Kunden werden nicht nur durch das, was Du tust, auf Dich aufmerksam, sondern auch durch Deine ganz persönliche Ausstrahlung!

Es ist übrigens ganz in Ordnung, wenn Du nicht alle Leute begeistern kann – vertraue darauf, dass Du genau die Kunden anziehen wirst, die zu Dir passen.

Du solltest immer Visitenkarten und Flyer parat haben (Foto: Pixabay)

2. Website, Onlinepräsenz und Social Media

Es ist eine Tatsache, dass Deine zukünftigen Kunden im Internet nach Dir suchen werden.

Vielleicht haben sie im Stall oder an einer Messe bereits Deinen Flyer oder ein Heft mit Deiner Werbung drin mit nach Hause genommen. Oder sie haben in einem Magazin Deine Werbung gesehen. Im Internet werden sie nun nach Dir suchen, um noch mehr über Dich zu erfahren.

Vielleicht haben sie aber noch gar nie von Dir gehört und sind beim Besuch des Pferdeportals 4my.horse – oder aber generell beim Surfen im Internet – auf Dich oder Dein Fachgebiet aufmerksam geworden. Sicher ist nur eines:

Kunden suchen nach Dir

Potentielle Kunden erkundigen sich über Dich. Und das tun sie dort, wo sie ohnehin mindestens eine Stunde am Tag ihre Zeit verbringen: Online. Sie werden sich also auf Facebook nach Dir umsehen oder auf Google direkt nach Deinem Namen suchen.

Deine zukünftigen Kunden suchen Dich online (Foto: Grzegorz Walczak)

Eine eigene Website ist daher schon fast ein Must-Have (siehe auch „Digitalisierung im Pferdestall„). Eine sinnvolle Alternative – und auf jeden Fall die empfehlenswerte Ergänzung – ist eine Onlinepräsenz auf 4my.horse. Hier brauchst Du Dich nicht um die technischen Details zu kümmern, sondern erhältst ohne grossen Aufwand eine eigene Miniwebseite mit eigener URL, die Du auf Deiner Visitenkarte aufführen kannst.

Facebook behält vorerst seine Attraktivität

Facebook ist – anfangs 2019 – immer noch ein wirkungsvolles Mittel, um auf Dich und Dein Business aufmerksam zu machen. Leider ist alles, was nur den leisen Duft von ‚Verkaufen‘ auf sich trägt, in den Social Media nicht sexy.

Ich empfehle Dir trotzdem, Deine Kursangebote als Veranstaltungen zu veröffentlichen (Du kannst den Kanal von 4my.horse als Mitveranstalter nutzen). Vergiss nicht, in der Veranstaltung den 4else-Link zur Kursausschreibung aufzuführen!

Facebook-Ads für Deine Kurse zu schalten, kann dann Sinn machen, wenn Du die Zielgruppe möglichst präzise einstellst. Falls Du ein progressive User bist, kannst Du Dich auch mit den neuen Möglichkeiten der Chatbots auseinandersetzen.

3. Online-Buchungsmöglichkeit

Wir leben in einer Zeit, in welcher die Aufmerksamkeits-Spanne der Menschen immer kleiner wird. Wenn Interessenten nicht sofort finden, wonach sie suchen, sind sie …. weg.

Es ist nun wirklich längst kein Geheimnis mehr, dass man seine Kurse bequem mit 4else.com, dem Tool von 4my.horse, ausschreiben und verwalten kann. Clevere Kursanbieter nutzen daher die Möglichkeit, Kurse direkt und stets aktuell auf der eigenen Website und auf dem Pferdeportal von 4my.horse anzeigen zu lassen.

Der grösste Vorteil, wenn Kurse mit 4else.com verwaltet werden:

Kurse sind direkt und ohne Wegzuklicken (!) online buchbar

und zwar unabhängig davon, ob der Teilnehmer nun eine Einladung via Email erhält, ob er den Kurs auf der Website aufruft oder ob er ihn auf 4my.horse entdeckt!

Der clevere Kursorganisator freut sich, dass dank dem Tool 4else.com sämtliche Kursanmeldungen ordentlich und übersichtlich in einer Liste zusamengefasst sind und er bei jeder Anmeldung sofort eine Email erhält. Endlich hat das Chaos in der Kursadministration ein Ende!

Eine schlechte Kursbeschreibung ist schlecht für Dein Business! (Foto: Pixabay)

Extratipp: Gibs mir, Baby!

Okey, das war jetzt etwas provokativ 😉 Doch es muss sein, denn ich erlebe es immer wieder:

Eine schlechte Kursbeschreibung ist der Tod jeder Kurs-Bewerbung!

Eigentlich ist es nichts als Anstand, wenn wir unseren potentiellen Kunden einen guten Service bieten. Und mit gutem Service meine ich, dass die Kunden nicht den Informationen hinterher rennen müssen.

Damit kein wichtiger Punkt in der Kursorganisation vergessen geht, habe ich Dir eine Checkliste zusammengestellt. Denn: Der Interessent weiss nicht, wieviel der Kurs kosten wird? Ein No-Go. Er weiss nicht, ob sein Pferd während eines mehrtägigen Kurses eine Boxe zur Verfügung hat? Ungut.

Das gleiche gilt natürlich auch anders herum: wenn Du nicht bereits bei der Anmeldung alle wichtigen Angaben erfragst, wirst Du später Mehraufwand haben. Und Mehraufwand kostet Dich Zeit und somit auch Geld.

4. Email-Marketing

Email-Marketing ist noch längst nicht passé! Du solltest es daher nicht verpassen, Deinem bestehenden Kundenkreis hin und wieder Deine neusten Angebote zu präsentieren. Es lohnt sich auch, auf der Website eine Anmeldemöglichkeit für Deinen Newsletter anzubieten.

Und was oft ganz vergessen geht: Du kannst in jedem Deiner Emails Werbung für Dich machen! Gestalte den Mail-Footer so, dass er einen professionellen Eindruck macht und verwende durchaus auch ein verlinktes Bild, das auf Dein tollstes Angebot hinweist. Denn:

Marketing ist ein Marathon, kein Schnell-Lauf und es braucht viele Kontaktpunkte, um einen Interessenten zu einem Kunden zu machen!

Mit Newsletter und Email erreichst Du die richtigen Leute (Foto: Pixabay)

5. Printmedien

Wir von 4my.horse sind davon überzeugt, dass Werbung in Printmedien nach wie vor beachtet wird. Im Gegensatz zu Onlinemedien bieten qualitativ gute Printmedien den Vorteil, dass sie länger präsent sind. Sie liegen auf dem Küchentisch oder – psst – in der Toilette, und werden dort immer mal wieder zur Hand genommen. Printmedien bieten auch ein ganz anderes Nutzererlebnis, weil es eine sinnliche Angelegenheit ist, Seiten zu blättern und bei interessanten Stellen umzuknicken. Und wen Du jetzt innerlich aufschreist („Umknicken!?!“), dann weisst Du was es heisst, ein Magazin nur schon für seinen edlen Auftritt zu lieben.

In Kooperation mit dem Schweizer Reitmagazin PASSION und dem Onlineportal horses.ch bieten wir von 4my.horse besonders vorteilhafte On-/Offlineangebote an. Darin kombinieren wir die Vorteile der Print- mit denjenigen der Onlinemedien und können Dir so Werbemöglichkeiten anbieten, die perfekt an die sich verändernden Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasst sind.

Tipp: Statt mal hier und da eine irgendwie gestaltete Anzeige zu schalten, solltest Du eine Kampagne planen, die über einen längeren Zeitraum hinweg geschaltet wird. Dabei ist es wichtig, dass die Inserate optisch klar Dir zugeordnet werden. Der Inhalt darf wechseln, die Optik muss bleiben! Bevor Du an eine Werbekampagne denkst, solltest Du daher zuerst Dein CD erstellen:

Das Corporate Design (CD) oder das Erscheinungsbild einer Unternehmung ist ein Teilbereich der Unternehmensidentität (corporate identity) und umfasst das gesamte, einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens.

Ein durchgängiges Corporate Design mit einer einheitlichen Gestaltung von Anzeigen, Broschüren, Flyern, Homepage-Seiten, Briefbögen, Emails etc. ist unbedingt zu empfehlen.

Du merkst: gut gemachte Werbung kann etwas teurer bei der Erstellung sein, erspart Dir jedoch durch die hohe Werbewirkung dauerhaft eine Menge Geld.

Magazine – das sinnliche Erlebnis für Leseratten (Foto: Pixabay)

6. Bannerwerbung online

Hier müsste nun wohl stehen: Vorsicht Werbung! 😉

Denn natürlich darf im Medienmix eines nicht fehlen: die passende Onlinewerbung! Und wo können Pferde-Preneure besser Werbung schalten als auf einem Pferdeportal wie 4my.horse? Richtig; mir fällt da auch nichts Besseres ein.

Nun denken natürlich viele, dass es eigentlich schon genügen sollte, eine Onlinepräsenz auf 4my.horse zu haben. Doch Internetnutzer sind wie Schmetterlinge: sie lassen sich kurz nieder und sind – wusch und weg. Vorteilhaft ist es daher, hin und wieder zusätzlich Bannerwerbung in der Nähe der vielbeachteten Fachartikel zu schalten. Welche Werbemöglichkeiten Dir auf 4my.horse zur Verfügung stehen, kannst Du hier nachlesen.

Internetnutzer sind wie Schmetterlinge…. (Foto: von Игорь Левченко auf Pixabay)

7. Netzwerk-Veranstaltungen

Ein gutes Netzwerk ist von unschätzbarem Wert! Wenn sich Fütterungsberaterin, Osteopathin, Hufpfleger und Pferdetrainer kennen und schätzen, ist es nicht weit bis zu einer Empfehlung in einem neuen Kundenkreis.

Darüber hinaus tut der Austausch mit anderen Pferde-Preneuren einfach gut. Sie wissen genau, wie es sich anfühlt, ein Einzelunternehmen in dieser Branche zu führen und sie können Dich unterstützen, motivieren, inspirieren und weiterbringen!

Wir von 4my.horse fördern das Netzwerken, indem wir 2019 bereits die zweite Pferdekonferenz in der Schweiz durchführen. Es lohnt sich, teilzunehmen und sich rechtzeitig anzumelden!

Der Austausch unter Gleichgesinnten tut gut (Foto: Priscilla Du Preez)

Extra-Tipp: Wie viel Geld Du für Dein Werbe-Budget einrechnen solltest, erfährst Du in diesem Artikel.